erschienen in der Werben & Verkaufen Nr. 30/2009

Bewerber müssen Nischen finden

 

Auf dem Arbeitsmarkt schlägt die Krise jetzt richtig durch. Massenartikler, Agenturen und Medien reagieren mit Entlassungen. Aber sie stellen sich auch neu auf und suchen Mitarbeiter für neue Berufsbilder mit guten Perspektiven.

Die Halbjahresstatistik des Zentralausschusses der Werbewirtschaft (ZAW) zeigt, dass der Stellenmarkt in der Kommunikationsbranche erstmals deutlich – um 41 Prozent – eingebrochen ist. Gerade die Zahl der Jobofferten für Berufe in der klassischen Werbung wie Grafiker, Artdirektoren oder Texter ist drastisch zurückgegangen. Doch selektiv wird Personal gesucht.

Es gibt sie also noch – Job und Karriereoptionen in der Hochphase der schwersten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik. Das bestätigen Wirtschaftsverbände und Personalberater. Die Aussichten, derzeit einen neuen Karriereeinstieg zu finden, differieren jedoch von Branche zu Branche sehr stark.

Bewerber müssen sich jetzt smart verhalten und nach "Schnellboten statt Tankern" suchen, rät Roland Braun, Niederlassungsleiter von Rundstedt HR Partners in Düsseldorf. Tatsächlich haben bisher nur wenige Unternehmen einen generellen Einstellungsstopp verhängt. Mit Blick auf den nächsten Aufschwung und das demografische Damoklesschwert stellen viele Firmen trotz Krise weiterhin ein, selbst wenn sie gleichzeitig Mitarbeiter entlassen.

Beratung und Vertrieb mit Chancen

In der derzeitigen Wirtschaftskrise müsse bei Neueinstellungen allerdings eine konkrete Wertschöpfung für das Unternehmen absehbar sein, erklärt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications. Das gilt laut Christopher Funk, Geschäftsführer der auf Vertriebspositionen spezialisierten Personalberatung Xenagos ganz besonders für Positionen im Vertrieb. Gute Chancen für Vertriebsfachleute bestehen derzeit in Branchen wie der Pharma-Industrie oder im Gesundheitswesen. Schlecht sieht es dagegen im Maschinenbau und Teilen der Automobilindustrie aus. "Aber auch und gerade in den betroffenen Branchen gibt es nicht wenige Unternehmen, die ganz gezielt und gegen den Trend ihren Vertrieb verstärken.", weiß Funk. Zurzeit beobachtet der Personalvermittler, dass große Unternehmen kaum einstellen: "Es sind eher die agilen Mittelständler, die sich jetzt gezielt verstärken und das auch in den von der Krise besonders stark betroffenen Branchen." [...]

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